Lieferantenmanagement

Wer kennt das nicht. Der Lieferant liefert an den OEM und bekommt Probleme die vereinbarte Qualität aufrecht zu erhalten. Gerade kleine und mittelständische Unternehmen haben immer mehr Probleme, die vereinbarte Qualität Nachhaltig zu sichern. Vor allem wenn doch weitere Unterlieferanten im Boot sitzen. OEMs fokussieren sich immer mehr auf das Kerngeschäft und werden damit in zunehmenden Maße Abhängig von ihren Lieferanten. Aber was nützen optimierte Prozesse beim OEM wenn die Qualität der Zukaufteile stagniert und die Lieferanten die Prozesse nicht in den Griff bekommen. Dann wird aus dem Lieferantenmanagement ein „Trouble Shooting“ Prozess, indem ganze Horden von Experten beim Lieferanten einfallen und versuchen den Problemprozess mit Sofortmaßnahmen am laufen zu halten.

Ein Lieferantenmanagement ist mehr als nur die quartalsweise Auswertung der Lieferantenbewertung. Wenn man ehrlich ist, beruhen diese Angaben meist auf Kennzahlen, die in den meisten Fällen einer Überprüfung nicht standhalten. Zumal in vielen kleinen Unternehmen diese noch auf Excel Basis geführt werden und eher Strichlisten als auf verwertbaren Daten basieren.  Wenn einmal ein „Troubleshooting“ Prozess gestartet wurde, dann müssen neben Sofortmaßnahmen zur Sicherung der Versorgungssicherheit des Kunden auch weitreichende, mit Kosten verbundene, Kurz- und Langfristige Maßnahmen umgesetzt werden.

Versorgungssicherheit

Die Sicherstellung der Versorgungssicherheit der Kunden ist primär die wichtigste Aufgabe beim Troubleshooting. D.h., das bei Problemen zuerst Sofortmaßnahmen eingeführt werden müssen um die Lieferfähigkeit aufrecht zu erhalten. Dieser Umstand kann unter Umständen schon sehr hohe Kosten verursachen. Aus einer Stichprobenprüfung im Wareneingang wird eine 100% Kontrolle. Diese Sofortmaßnahmen dienen vorerst einer Art Brandbekämpfung zur Schadensbegrenzung.

Lieferantenmanagement

Troubleshooting

  1. Sofortmaßnahmen einleiten
  2. Personalkapazitäten (Team bilden)
  3. Ursachenanalysen durchführen
  4. Mittel- und Langfristige Maßnahmen einführen

Versteckte Fabrik

Kosten für Defekte

Sofortmaßnahmen

Sofortmaßnahmen sichern in erster Linie die Versorgungssicherheit zum Kunden und verschaffen „Luft“ um der Ursache für den/die Lieferengpässen auf den Grund zu gehen. Solche Sofortmaßnahmen können vielfältiger Natur sein und beschränken sich nicht nur auf den Wareneingang sondern sind im gesamten Produktionsprozess einzubinden. Nichtsdestotrotz sollten solche kurzfristige Maßnahmen auch mit Verstand eingeführt werden. Was nützt es kostenintensive Sofortmaßnahmen an der falschen Stelle einzuführen. Dadurch machen sich Unternehmen unglaubwürdig und verlieren dadurch die letzte Kompetenz gegenüber den Kunden.

Team bilden

Das Team sollte über die notwendigen Kompetenzen verfügen und unter Umständen mit Hilfe externer Hilfe (Berater) gebildet werden. Das Team hat die Aufgabe, die Koordination zwischen den einzelnen Abteilungen, Prozessen, Unterlieferanten sicher zustellen und ist verantwortlich für die Einführung und Umsetzung der verschiedensten Maßnahmen – kurzfristig, mittelfristig, langfristig. Das Team ist ausgestattet mit Weisungsbefugnis und analysiert die/den Problemprozess(en) um die Ursachen für den Lieferengpass mit wirksamen Gegenmaßnahmen entgegen zu steuern. Externe Berater können im Unternehmenseigenen Team integriert werden um mit deren Know-how schneller ans Ziel zu kommen.

Ursachenanalysen

Ohne fundierte Ursachenanalysen werden die Probleme nicht beseitigt sondern nur kurzfristig behoben. Die Ausrichtung der Analyse sollte auf alle Prozesse bspw. IT-Support, Materialfluss, Ressourcen, Unterlieferanten ausgerichtet werden. Alle Problemprozesse müssen hinterfragt werden – IST-Analyse – und wenn notwendig sofort mit einstweiligen Sofortmaßnahmen belegt werden. Die Ursachenanalyse ist der Schlüssel zum Erfolg. Eine halbherzige Vorgehensweise, etwa weil Kosten in den Vordergrund gerückt werden, führen dazu, dass die Probleme nicht beseitigt werden. Das wiederum führt dann meist zu einem totalen Produktionsstillstand.

Problemfelder

Die Probleme im Lieferantenmanagement sind oft vielfältiger Natur und entstehen meist schon im Planungsprozess. Die Qualitätsvorausplanung richtig angewendet kann spätere Probleme in der Produktion sowie bei den Unterlieferanten vermeiden. Falsch kalkulierte Zykluszeiten, nicht beherrschbare Merkmale, hoher Ausschuss, unzureichende Kompetenz Unterlieferant, nicht angepasster IT-Support [….] sind oftmals die Auslöser von zukünftigen Problemen im Serienprozess. Die Optimierung solcher Problemfelder ist nachträglich mit hohen Personalaufwand und Kosten verbunden.

 

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Lieferantenentwicklung

Lieferantenentwicklung in der gesamten Lieferkette

Lieferantenmanagement

Unterstützung

Durch das integrieren eines externen Berater in das Problemlösungsteam als Unterstützung bekommen Unternehmen neben weiteren Know-how auch eine andere Sichtweise. Der externe Berater sieht das Unternehmen mit anderen Augen und besitzt keine Betriebsblindheit. Er kann das Team führen und moderieren und trägt somit auch zu einer lösungsorientierten Atmosphäre bei. Um die wirksame Umsetzung von Maßnahmen sowie die kontinuierliche Verbesserung nachhaltig zu bewerten, haben sich Layered Process Audits neben den herkömmlichen Prozessaudits in der Automobilindustrie etabliert.