DIN EN ISO 9001:2015

Die neue „Logik der DIN EN ISO 9001 :2015„: Einbeziehung des Umfeldes (des Kontextes) der Organisation. Berücksichtigung der „interessierten Parteien“ und ihrer Forderungen und Erwartungen. Die Festlegung des Anwendungsbereiches, eine einheitliche Struktur der Norm. Ausrichtung auf ein prozessorientiertes Managementsystem, das vorbeugend – stärker als bisher – die Risiken und Chancen bezüglich der Erbringung von Dienstleistung und der Herstellung von Produkten berücksichtigt. Die oberste Leitung muss sich stärker in das Managementsystem einbringen. Aktiv, persönlich, mitwirkend! Verstärkte Ergebnisorientierung in der Prozessbetrachtung im Einklang mit den Geschäftsprozessen. Es werden (Prozess-) Kennzahlen gefordert. Die Dokumentation soll deutlich schlanker werden.

Das Qualitätsmanagementsystem ist das Führungsinstrument der Leitung. Die Verantwortung bleibt nicht nur bei der Leitung, deren Rolle ist stärker gefordert – Ziele, Strategien, Kundenfokussierung und Einbindung der Leitung. Delegation ist nach wie vor erlaubt und auch meistens notwendig – die operative Umsetzung oder Koordination kann durch ein Team Qualitätsmanagement und/oder durch einen QMB erfolgen. Es können auch mehrere Personen die Aufgaben wahrnehmen, insofern bieten sich hier Freiheitsgrade.

Stefan Stroessenreuther

Management Beratung, SMCT MANAGEMENT

RISIKO UND CHANCEN

Risiko wird in den neuen Normen als „Effekt aus Unsicherheit“ bezeichnet. Angesichts zunehmender Schnelligkeit von Veränderungen, kürzeren Innovationszyklen, vernetzten Lieferketten und einer immer komplexeren Wertschöpfung ist es folgerichtig, sich Unsicherheiten klar zu machen und die Organisation darauf vorzubereiten. Auf diese Weise sollen die gewünschten Ergebnisse sichergestellt werden, d.h. sie treten zuverlässig ein. Es muss eine Bewertung der Risiken und Chancen vorliegen. Wie die aussieht bestimmt das Unternehmen. Diese Bewertung ist nicht statisch und wird sich ggf. ändern, wenn die getroffenen Maßnahmen nicht erfolgreich sind. Die Auditoren werden bei der Zertifizierung die Risikobewertung daran messen, wie erfolgreich die ergriffenen Maßnahmen waren. Sind die Ergebnisse positiv/gut, wurde etwas richtig gemacht. Sind die Ergebnisse nicht positiv, muss etwas „nachgebessert“ werden. Das ist von Fall zu Fall zu entscheiden.

INTERESSIERTE PARTEIEN

Interessierte Parteien sind immer dann zu berücksichtigen, wenn sie Einfluss nehmen können auf das (Qualitäts-) Managementsystem, die zu erbringende Dienstleistung oder die Herstellung von Produkten. Es gibt keine Vorgaben. Die Unternehmen haben zu entscheiden, welche interessierte Parteien relevant sind und welche von ihren Forderungen/Erwartungen Einfluss auf das Managementsystem oder die Fähigkeit normkonforme Dienstleistungen/Produkte zu erbringen/herzustellen haben. Auch Kapitalgeber werden zu berücksichtigen sein, auch wenn sie nicht explizit genannt werden. Dass sie (oder andere interessierte Parteien) nicht ausdrücklich erwähnt werden heißt nicht, dass sie nicht zu berücksichtigen sind. Sie „verstecken“ sich im Kapitel 4.2 der DIN EN ISO 9001 :2015 hinter dem Sammelbegriff „any other relevant interested parties“. Das Minimum an interessierten Parteien sind: Kunden (einschl. Endkunden/Endverbrauchern), Lieferanten, Mitarbeiter, Eigentümer, Behörden.

Wo stehen die Unternehmen heute

Ein Jahr seit der Einführung der neuen ISO (QZ-Online)

DIN EN ISO 9001

PDCA Zyklus ISO 9001

Planen – Festlegen von Zielen des Systems und der Teilprozesse sowie Festlegen von Ressourcen, die zum Erzielen von Ergebnissen in Übereinstimmung mit dem Kundenanforderungen und der Q-Politik der Organisation notwendig sind.

Durchführen – Umsetzen der Pläne

Prüfen – Überwachen und Messen von Prozessen und den daraus resultierenden Produkten und Dienstleistungen anhand der Q-Politik, Ziele und Anforderungen sowie Berichterstattung über die Ergebnisse

Handeln – Ergreifen von Maßnahmen zur Verbesserung der Prozessleistung, soweit notwendig.

DOKUMENTIERTE INFORMATION

Nach wie vor werden „dokumentierte Informationen“ zu bestimmten Punkten der Norm gefordert. Manche davon sind zu pflegen und aktuell zu halten, andere lediglich aufzubewahren. Insbesondere die Art und Weise der Erstellung und die Nutzung der möglichen Medien ist jetzt „freier“ geworden. Man kann sich von der Erarbeitung von Verfahrensbeschreibungen lösen und eine Form der „Beschreibung“ wählen, die zum Unternehmen passt. Die Lenkung etc. der „dokumentierten Informationen wird in der Revision DIN EN ISO 9001 :2015 geregelt. Dazu zählen z.B. auch Schulungsvideos, SharePoint-Formulare bzw. Datenbanken etc. Der Art und Weise von Prozessbeschreibungen sind keine Grenzen gesetzt. Es müssen aber echte Prozessbeschreibungen sein. Eine Aneinanderreihung von Verfahrensanweisungen, Arbeitsanweisungen, etc. ist nicht mehr zulässig. Es gibt keine Forderung in der Revision DIN EN ISO 9001 :2015 ein QMH zu erstellen, zu führen und zu pflegen. Das ist den Unternehmen jetzt freigestellt. Bezüglich der wenigstens zu dokumentierenden Themen wird das „Dokumenten-Management“ deutlich schlanker. „Weg vom Papier“. Der Weg ist frei für elektronische Dokumente (Vorgaben, IT- gesteuerte Prozesse, elektronische Daten. Aus Informations-und Motivationsgründen kann es sinnvoll sein ein QMH für interne wie externe Leser zu erstellen.

VERBESSERUNG

Aus den Ergebnissen der Risikobewertung ergeben sich Chancen zur Verbesserung um Produkte und Dienstleistungen zu verbessern sowie die Produkte im einzelnen. Bei Nichtkonformitäten müssen neben einer angemessenen Korrektur auch gezielte Maßnahmen eingeleitet werden die gezielt auf Basis einer Ursachenforschung (Maßnahmen gegen Ursache) beruhen. Erhöhung der Kundenzufriedenheit durch fortlaufende Verbesserung des Qualitätsmanagement Systems. Ergebnisse, Analysen, Messung, sowie Beurteilung des QMS und Ergebnisse aus der Management Bewertung sind zu berücksichtigen. Ziele für den Verbesserungsprozess können sein:

  • Grad der Zielerreichung
  • Anzahl von umgesetzten Verbesserungen
  • Benchmarking
  • Einsparung aus Verbesserungen
  • Reaktions- und Umsetzungszeit
  • Kosten / Nutzen Realation

Unsere Leistungen | Portfolio

Unsere Leistungen | Portfolio im Überblick – Qualitätsmanagement

Qualitätsmanagement

Was versteht man unter einem Qualitätsmanagement?

Erfahrungsbericht IATF 16949

Erfahrungsbericht zur neuen Revision IATF 16949

Unternehmensberatung IATF 16949

Unternehmensberatung zur neuen Revision IATF 16949

ISO 9001 Anforderungen

Anforderungen an die ISO 9001:2015

Schulung ISO 9001:2015

Schulung ISO 9001:2015

Beratungsanfrage Beratung

Beratungsanfrage Beratung Qualitätsmanagement

Technische Spezifikation ISO/TS 16949

Technische Spezifikation ISO/TS 16949

SMCT MANAGEMENT Qualitätsmanagement Beratung mit System, Wunsiedler Straße 23, Selb, Bayern 95100 - Telefon: 0151 16593132 E-Mail: info@smct-management.de

Management System Beratung Selb/Bayern