Grundlagen VDA 6.3

Die Jahresauditplanung wird in den meisten Organisationen im Januar erstellt. Sie sollte neben der Auditplanung auch die Qualifikation interner Auditoren berücksichtigen. Die Durchführung von Prozessaudits nach VDA 6.3 fordert qualifizierte Auditoren. Sie sollten neben einer fachlichen Kompetenz der zu auditierenden Prozesse auch das Mindestmaß der geforderten Qualifikationen nach VDA 6.3 besitzen. Die Grundlagen für den Prozessauditor VDA 6.3 können Sie in diversen Schulungen beim VDA bekommen. Die Automobilhersteller fordern seit einiger Zeit von Ihren Lieferanten, dass interne Auditoren eine Qualifikation zum Prozessauditor mit anschliessender Prüfung abgeschlossen haben. Teilweise sind nur VDA-QMC oder lizenzierte VDA Lehrgänge anerkannt.

QUALIFIKATIONEN INTERNER AUDITOREN

Der Auditor führt interne Prozessaudits mit Schnittstellen zu Lieferanten und/oder Kunden durch:

  • Grundkenntnisse im Qualitätsmanagement
  • Produkt- und prozessspezifisches Fachwissen
  • Umfassende VDA 6.3 Kenntnisse (Bescheinigung)
  • Mindestens 3 Jahre Berufserfahrung vorwiegend in der Automobilindustrie
  • Mindestens 1 Jahr davon im Qualitäts- und/oder Prozessmangement

QUALIFIKATION AUDITOREN LIEFERKETTE

Auditiert die vollständige Lieferkette; Der Auditor führt interne/externe Prozessaudits mit Schnittstellen zu Lieferanten und/oder Kunden durch

  • Mindestens 2 Jahre davon im Qualitäts- und/oder Prozessmanagement
  • Anforderungen wie „Interner Auditor Qualifikation“
Grundlagen VDA 6

VDA QMC

Der Verband der deutschen Automobilindustrie (VDA) hat die in der DiN EN ISO 9001 festgelegten Anforderungen weiterentwickelt in diverse Regelwerke bspw. VDA 6.1, VDA 6.3 dokumentiert.

RAHMENBEDINGUNGEN BZGL. PROZESSE

Prozesse haben unter anderem folgende Rahmenbedingungen zu erfüllen (siehe auch VDA Band 12 Prozessorientierung).

  • Es muss für diesen Prozess einen Verantwortlichen geben (Prozessverantwortung PV)
  • Prozesse müssen unter Berücksichtigung der Kundenforderungen zielorientiert (ZI) ausgerichtet sein.
  • Wichtige Informationen (z.B. Qualität, Probleme …) werden rechtzeitig und umfassend an die notwendigen Personen kommuniziert (KO).
  • Risiken in den Prozessen werden entsprechend identifiziert und berücksichtigt (Riskioorientierung RI).

ZWECK DER POTENTIALANALYSE:

  • Die Potentialanalyse dient der Bewertung neuer, unbekannter Lieferanten (Bewerber), Standorte und Technologie und ggf. des
  • Entwicklungs- und Prozesspotentials des Bewerbers zur Vorbereitung der Vergabeentscheidung
  • Das Ergebnis einer Potentialanalyse ist für den entsprechenden Bewerber eine vorläufige Qualitätsfähigkeitseinstufung
  • Weiterhin soll eine Prognosse mit einer Risikoeinschätzung als Grundlage für das Projekt (im Vergabefall) erstellt werden.

GRUNDLAGEN PROZESSAUDIT

AUDITTEAM FESTLEGEN

  • Qualifizierter Auditor
  • Prozessexperte / Fachwissen
  • Verhaltenskodex
  • Fremdsprachen

AUDITPLAN | CHECKLISTEN

  • Auditoren | Teilnehmer abdizierte Organisationseinheit
  • Zeitplan
  • Prozessschritte
  • Fragebogen | Checklisten

PROZESSE EINGRENZEN, AUDITSCHWERPUNKTE SETZEN

  • Produktgruppe festlegen
  • Prozessabläufe analysieren
  • Prozessablaufuntersuchung
  • Prozessschnittstellenuntersuchung
  • Prozessrisiko ermitteln z.B. Modell Turtle
  • Start- und Endpunkte festlegen
  • Wissensspeicher nutzen

INFORMATIONEN, DOKUMENTE, AUFZEICHNUNGEN

  • Organigramm
  • Zeichnungen
  • Lasten- /Pflichtenheft
  • Projektplan, Prozessabläufe
  • Produktionslenkungspläne
  • FMEA
  • Qualitätsleistung
  • Historie
SMCT MANAGEMENT Qualitätsmanagement Beratung mit System, Wunsiedler Strasse 23, Selb, Bayern 95100 - Telefon: 0151 16593132 E-Mail: info@smct-management.de

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