Prozesslandkarte

Prozessmodell | Wechselwirkung Prozesse

Welche Prozesse sind Bestandteil einer guten Prozesslandkarte (Prozesslandschaft)? Im Prinzip müssen alle Geschäftsprozesse einer Organisation in der Prozesslandkarte vorhanden sein. Direkt oder Indirekt – das bedeutet, dass zum Beispiel der Unterstützungsprozess „Lenkung von fehlerhaften Produkten“ sich innerhalb einer Gruppe „Qualitätsdienste bereitstellen“ befinden kann. Beim Audit kann ich nur die Prozesse auditieren die in der Prozesslandkarte vorhanden sind – Prozesse die nicht auf der Prozesslandkarte aufgeführt sind, können auch nicht auditiert werden, da sie de facto nicht vorhanden sind.

PROZESSLANDKARTE

Um dieses Problem zu lösen und keine unübersichtliche Prozesslandkarte zu erstellen, kann man die Unterstützungsprozesse auch in Gruppen zusammenfassen. In der o.g. Gruppe „Qualitätsdienste bereitstellen“ sind zum Beispiel: das Prüfmittelmanagement, die Lenkung von fehlerhaften Produkten, Reklamationsmanagement usw. untergebracht. Somit habe ich einen Bezug in der Prozesslandkarte hergestellt. Nichtsdestotrotz muss jedes Unternehmen seine eigene Darstellung finden. Letztendlich stellt die Prozesslandschaft eine Übersicht über die Prozesse im Unternehmen in einer vernünftigen und visuellen, ansehnlichen Darstellung, dar.

AUFBAU PROZESSLANDKARTE

Der Aufbau einer Prozesslandschaft ist bei allen Regelwerken immer gleich, ganz egal ob Sie eine Prozesslandschaft für die ISO 9001, ISO 14001 oder der ISO/TS 16949 implementieren. Die oberste Hierarchie sind die Managementprozesse – zum Beispiel: Auditmanagement, Schulung, Politik & Ziele, Managementbewertung. In der zweiten Hierarchie Stufe befinden sich die Wertschöpfenden Prozesse – zum Beispiel: Prozessentwicklung, Vertrieb, Einkauf, Produktion. In der dritten Hierarchie Stufe sind die Unterstützungsprozesse enthalten – zum Beispiel: Qualitätsdienste bereitstellen, Umweltaspekte, Instandhaltung, KVP Prozess, Gewährleistung. Die Unterstützungsprozesse einfach in der Prozesslandschaft in der untersten Hierarchie Ebene aufzuführen ist mir aber wiederum zu einfach. Schauen wir uns einmal den Produktionsprozess genauer an. Welche Unterstützungsprozesse benötigt der Prozess Produktion – das sind z.B.: die Umweltaspekte, Qualitätsdienste bereitstellen, das Gefahrstoffmanagement, die Instandhaltung & Wartung, die Energieaspekte. Diese Unterstützenden Prozesse sollten dann auch auf den „Wertschöpfenden Prozess Produktion“ Bezug nehmen.

Prozesslandkarte

Die Prozesslandschaft enthält alle Prozesse – aufgeteilt in Management-, Kern- und Unterstützungsprozessen

Die Wechselwirkung der Prozesse ist eine neue Forderung der ISO 9001:2015. Hier ein Darstellungsbeispiel einer Wechselwirkung von Prozessen.

MANAGEMENTPROZESS

Ein Managementprozess ist ein Prozess zur Steuerung von Kernprozessen in der Organisation mit Schwerpunkt auf der Strukturierung der organisatorischen Rollen und deren Aufgaben. Der Managementprozess wird auch als Führungsprozess bezeichnet. Der Auditprozess (Auditmanagement), die Managementbewertung, Personal (Qualifikation), Unternehmensleitung (-strategie) werden als Führungsprozess und/oder als Managementprozess definiert. Diese Prozesse haben gemeinsam das „Berichten, Organisieren, Planen, Koordinieren, Einweisen und Kontrollieren“. Ein Managementprozess sollte (muss) ergebnisorientiert ausgelegt sein.

Wechselwirkung Prozesse

In der linken und oberen Spalte befinden sich die Prozesse aus der Prozesslandschaft. Die Bewertung mit den drei Stufen wird dann mit „+++“ „++“ „+“ durchgeführt. Zum Beispiel der Prozess Prüfmittelmanagement hat eine Wechselwirkung zu Produktion „+++“, Lenkung fehlerhafter Produkte „+++“, Einkauf „+“, Prozessentwicklung „+++“ Vertrieb „+“ – hoffe das Beispiel ist für jedermann verständlich aufgezeigt.

WECHSELWIRKUNG DER PROZESSE

Die Wechselwirkung von Prozessen in der Prozesslandschaft darzustellen ist schwierig und auch nicht gewünscht. Die Wechselwirkung der Prozesse untereinander (Abhängigkeiten) stellen Sie am besten mit einer Matrix dar. Hierzu ist es sinnvoll die Wechselwirkung der Prozesse zueinander in drei Stufen zu bewerten:

  • Kein oder schwacher Einfluss: Es finden nur in Sonder- oder Problemfällen oder im Rahmen üblicher Planung Absprachen statt
  • Starker Einfluss: Es gibt einen regelmässigen Austausch zwischen den Mitarbeitern der Abteilungen. Auf Managementebene finden fallweise Gespräche bei besonderen Situationen statt.
  • Sehr starker Einfluss: Es gibt nachweislich ständige Absprachen zwischen den Prozesseignern und eine gelenkte Kommunikation zwischen den Mitarbeitern der Abteilungen. Es finden regelmässige Ergebnisbesprechungen auf Managementebene statt.

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