Neuerungen IATF 16949

Internationale Automotive TASK FORCE
Die IATF 16949:2016 wurde im Oktober 2016 publiziert und ist erhältlich über den VDA-QMC Webshop. Die Neuerungen der IATF 16949 beinhalten die Übernahme der neuen DIN EN ISO 9001:2015 als Basisnorm und der High Level Structure (HLS). In der alten ISO/TS 16949 wurde die DIN ISO EN 9001:2008 mit Ergänzungen der TS 16949 in einem gemeinsamen Band veröffentlicht. Die neue IATF 16949:2016 enthält nur noch die Forderungen der IATF. Die Basisnorm ISO 9001:2015 muss separat erworben werden.

Neuerungen der IATF 16949

  • Integration der neuen DIN EN ISO 9001:2015
  • Zuordnung der Kapitel durch die High Level Structure (HLS)
  • Die Rückverfolgbarkeit auf Teile- und Baugruppen Ebene wurde konkretisiert
  • Anpassungen für die Erfassung und Analyse von Schadteilen Feldausfälle einschliesslich NTF (Kein Fehler gefunden)
  • Der Lieferanten-Entwicklungsprozess wurde konkretisiert sowie die Qualifikationen von Prozess- und Systemauditoren
  • Anforderungen an sicherheitsrelevanten Teile sowie Prozesse
  • Sowie die Aufnahme der kundenspezifischen Forderungen

 

 

Neuerungen der IATF 16949

Schritt 1

Implementierung DIN EN ISO 9001:2015

Umsetzung IATF 16949

Die Umsetzung der Neuerungen der IATF 16949 in ein bestehendes Qualitätsmanagement System nach ISO/TS 16949:2009 sollte M.M. in zwei Schritten erfolgen:

  1. Implementierung der Anforderungen aus der DIN EN ISO 9001:2015
  2. Implementierung der Ergänzungen der IATF 16949:2016

Die DIN EN ISO 9001:2015 fordert so gut wie keine Dokumentation und auch kein Qualitätsmanagement Handbuch. Entscheidend sind die Nachweise, dass die Prozesse die gewünschte Effektivität und Effizienz erreichen. Nach meinen Erfahrungen sollten zumindest die Management Prozesse sowie die Wertschöpfenden Prozesse dokumentiert werden. Das kann man sehr gut mit einer Matrix darstellen die nachfolgende Normforderungen enthalten:

  • Prozessname
  • Prozesseigner
  • Wechselwirkung 4.4.1 b
  • Interne Themen 4.1
  • Materielle Ressourcen 7.1.1, 7.1.3, 7.1.4, 8.1 c
  • Personelle Ressourcen 7.1.2, 4.4.1 d, 8.1 c
  • Kompetenz 7.2, 7.5
  • Verantwortung, Befugnisse 4.4.1 e, 5.3
  • Eingaben Prozess 4.4.1 a, 8.2.3
  • Verarbeitung 4.4.1 b
  • Ergebnisse 4.4.1 a, 8.1 b
  • Prozesskunde (nachgeschalteter Prozess)
  • Stärken, Schwächen 4.1
  • Ziele, Kennzahlen Prozess 4.4.1 c
  • Dokumente, Methoden 4.4.1 c
  • Risiken 6.1
  • Chancen 4.4.1 f
  • Bewertung 4.4.1 g, 9.1.3, 9.3
  • Änderungen 4.4.1 g, 6.3
  • Verbesserungen 4.4.1 h
  • Wissen 7.5, 7.1.6
  • Management Review 9.3.2 c 3

Die nebenstehenden Normforderungen werden über eine Matrix dokumentiert und mindestens zweimal jährlich zum internen Audit und zur Managementbewertung durch den Prozesseigner aktualisiert. Die Aktualisierung dient auch als Vorbereitung zur Managementbewertung.

  • Matrix der Unternehmensziele / Qualitätsziele erstellen und auf Prozessebene herunterbrechen (Schnittstelle ISO – IATF)
  • Ermittlung der Stakeholder mit Einfluss auf das Qualitätsmanagement System
  • Ermittlung der Risiken und Chance
  • Wissen der Organisation
  • Managementbewertung Forderungen der DIN EN ISO 9001
    • Veränderungen bei internen/externen Themen (Kontext der Organisation)
    • Themen bzgl. externer Anbieter und relevante interessierte Kreise (Stakeholder)
    • Eignung der Ressourcen für die Aufrechterhaltung QM System (setzt einen dokumentierte Ressourcenplanung voraus)
    • Wirksamkeitsbewertung der Maßnahmen aus Risiken und Chancen
    • Prozessleistung und Konformität von Produkten und Dienstleistungen (Prozessleistung = alle Prozesse)
  • Schulung Mitarbeiter hinsichtlich der Prozessdokumentation und den Anforderungen der ISO 9001

Schritt 2

Implementierung Ergänzungen der IATF 16949:2016

Umsetzung IATF 16949 Ergänzungen

Ergänzungen der IATF 16949 bauen auf das bereits implementierte, dokumentierte Qualitätsmanagementsystem DIN EN ISO 9001:2015 auf. Hierfür sind noch nachfolgende Anforderungen zu implementieren:

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