Transition Prozess

Der Transition Prozess von der ISO/TS 16949 zur IATF 16949 muss innerhalb der Übergangsfristen durchgeführt werden. Siehe untenstehende Erläuterungen.

Transition Timing Requirements – zeitliche Vorgaben
    • Am 14.09.2018 endet die Gültigkeit der ISO/TS 16949:2009 Zertifikate
    • Wenn z.B. ein Klient am 01.09. sein Fälligkeitsdatum für das Audit hat, kann er bis maximal zum 30.09.2017 sein Audit nach der alten Norm ISO/TS 16949 durchführen lassen.
    • Das in 2018 fällige Transition-Audit zur IATF 16949:2016 kann zum anstehenden Fälligkeitsdatum 01.09.2018 durchgeführt werden – allerdings endet die Gültigkeit des bestehenden ISO/TS 16949 Zertifikats am 14.09.208 und der Klient kann in eine zertifikatslose Zeit geraten!
    • Es wird dringend empfohlen, die zeitliche Planung des Transitions-Audit so bald wie möglich mit der zuständigen Zertifizierungsgesellschaft abzustimmen
    • Kein Transition-Audit im Rahmen eines Special Audits (außerplanmäßigen Audits) oder bei einem Wechsel der Zertifizierungsgesellschaft (Transfer Audit)
    • Kann man bei einem Wechsel der Zertifizierungsgesellschaft anstelle eines Transferaudits nicht einfach ein Erstzertifizierungsaudit nach der IATF 16949:2016 machen?
      • Nur wenn der Vertrag mit der bisherigen Zertifizierungsgesellschaft gekündigt wurde und der Klient nicht länger nach ISO/TS 16949:2009 zertifiziert ist
    • Dauer des Transition-Audit:
      • Gleiche Anzahl Audittage wie ein Re-Zertifizierungsaudit
    • Umfang des Transition-Audit:
      • Komplettes System muss auditiert werden
    • Auditplanung des Transition-Audit:
      • Vor dem Audit (Offset) Dokumentenprüfung. Falls die QM-Dokumentation nicht zur Verfügung gestellt wird (oder werden kann), muss diese Prüfung vor Ort vor der Aufnahme des Audits stattfinden (mindestens 0,5 Tage)
Transition Timing Requirements – Tranistion Prozess
  • Unterstützungsfunktionen:
    • Grundsätzlich müssen auch die Unterstützungsstandorte in das Transition-Audit entsprechend ihres Auditzyklus eingebunden werden
  • Falls ein Unterstützungsstandort den Umstieg auf die IATF 16949:2016 noch nicht abgeschlossen hat, kann ein von ihm unterstützter Produktionsstandort trotzdem ein Zertifikat erhalten, wenn in seinem Auditbericht:
  • Alle Unterstützungsfunktionen inklusive der jeweils zuletzt auditierten Version des Standards (ISO/TS 16949:2009 oder IATF 16949:2016) sowie das jeweilige Abschlussdatum der Audits und das geplante Datum für das Transition-Audit am Unterstützungsstandort dokumentiert ist.
  • Darüber hinaus muss die Organisation dem Auditor des Produktionsstandortes im Rahmen des Audits eine komplette GapAnalyse einschließlich Maßnahmenplan für alle Unterstützungsfunktionen, die nicht nach IATF 16949 auditiert sind, zur Verfügung stellen.
  • Geschieht das nicht, muss das Audit am Produktionsstandort als failed bewertet werden, eine vollständige Erstzertifizierung muss durchgeführt werden.
  • Managementbewertung auf Basis der IATF 16949:2016:
    • Vor dem Zertifizierungsaudit nach der IATF 16949 muss die Organisation eine Managementbewertung auf Basis der IATF 16949 durchgeführt haben
  • Internes Systemaudit auf Basis der IATF 16949:2016:
    • Vor dem Zertifizierungsaudit nach der IATF 16949 muss die Organisation ein komplettes Systemaudit auf Basis IATF 16949 durchgeführt haben
  • Voraudit auf Basis der IATF 16949:
    • Ein Voraudit ist den Zertifizierungsgesellschaften nicht erlaubt
  • GAP-Analyse ISO/TS 16949 vs. IATF 16949:
    • Eine GAB-Analyse ist den Zertifizierungsgesellschaften nicht erlaubt
Vorgaben Auditteam – Tranistion Prozess
  • Auditorenqualifikation:
    • Bevor ein Auditor gemäß IATF 16949:2016 auditieren darf, muss er/sie zunächst die entsprechende Prüfungen zum Standard und den geänderten Zertifizierungsregeln bestanden haben
  • Auditteam:
    • Grundsätzlich behalten die Zertifizierungsregeln beim Transition-Audit ihre Gültigkeit
  • Auditteam:
    • Mehr als ein Auditor aus dem Zyklus vor dem Transition-Audit dürfen als Carryover Auditoren am Transition-Audit und den nachfolgenden Überwachungsaudit (auch als Auditleiter) teilnehmen
  • Auditor:
    • Ein einziger Auditor darf bei einem Transition-Audit bis maximal 7 Audittage alleine auditieren (Werktage)
  • Abweichungsmanagement:
    • Es gelten die gleichen Regeln und zeitlichen Vorgaben wie bisher
  • Zertifikatserstellung:
    • Nach positiver Zertifizierungsentscheidung wird ein neues Zertifikat auf Grundlage der IATF 16949 erstellt. Dieses Zertifikat hat eine Gültigkeit von 3 Jahren – 1 Tag ab dem Datum der Zertifizierungs-entscheidung. Mit dem Datum des letzten vor Ort Audittages des Transition-Audit startet ein neuer Auditzyklus.