Problemlösung

Problemlösungsmethoden - Werkzeuge und Methoden

Problemlösungsmethoden sind in der ISO 9001 Abschnitt 10.2 und in der IATF Abschnitt 10.2.3 gefordert. Die IATF 16949 fordert sogar einen dokumentierten Prozess zur Problemlösung. Die 8D Methodik hat sich in den letzten Jahren als Problemlösungsmethode etabliert. Nicht nur im automotiven Bereich sondern auch in der Industrie ist dieser Standard der Problemlösung nicht mehr wegzudenken. Das Standardformular 8D Report reicht heutzutage nicht mehr aus um eine fundierte Ursachenanalyse durchzuführen. Ishikawa, 5 Why und viele andere Tools werden mit einem 8D Report kombiniert und gewährleisten dadurch eine gezielte Ursachenanalyse und eine wirksame Eliminierung der Fehlerentstehung. Wir bieten auch Schulungen zu Problemlösungsmethoden, beispielsweise die 8D-Methodik.

Problemlösungsmethoden IATF 16949

Die technische Spezifikation IATF 16949 fordert, dass festgelegte Problemlösungsmethoden und Lösungsansätze in Abhängigkeit der unterschiedlichsten Arten von Problemen und deren Tragweite durchgeführt werden. Die Probleme bei der Neuentwicklung von Produkten, Probleme in der aktuellen Fertigung, Feldbeanstandungen, Auditfeststellungen sind unterschiedlicher Natur und müssen je nach Problem systematisch analysiert und bearbeitet werden. Je höher das Risiko, desto mehr Aufwand muss in die Problemlösung investiert werden.

Problemlösung

Probleme systematisch lösen

Beispielsweise wird bei der Produktherstellung festgestellt, dass das eingesetzte Prüfsystem fehlerhaft ist. Die Ursache für das fehlerhafte Prüfsystem wird nicht analysiert, sondern das Prüfmittel wird gesperrt, eventuell aus den Verkehr gezogen und den Werker ein neues kalibriertes Prüfmittel zur Verfügung gestellt. Folgende Schritte werden nicht oder nur halbherzig durchgeführt:

  • Sofortmaßnahmen
    • Eingrenzung und Aussortierung fehlerhafte bzw. fehlerverdächtige Produkte
  • Risikoanalyse
    • Welche Produkte wurden mit den defekten Prüfmittel kontrolliert?
    • In welchen Zeitraum?
    • Welche Menge ist bereits in der Pipeline zum Kunden u./o. im Umlaufbestand?
    • Warum konnte das eingesetzte Prüfmittel nicht sofort nach dem Defekt aus den Verkehr gezogen werden?
  • Ursachenanalyse
    • Angewendete Methode (Bsp. Ishikawa)
    • Auswertung, Ergebnisse
  • Korrektur Maßnahmen
    • Berücksichtigung ähnlicher Prozesse und Produkte (gleiches Prüfmittel im Einsatz)
    • Umsetzung von systematischen Korrektur Maßnahmen
    • Messmethodik
  • Wirksamkeit
    • Bewertung der Wirksamkeit
  • Aktualisierung
    • FMEA
    • Produktionslenkungsplan PLP

PDCA (Plan, Do, Check, Act)

Der bekannteste Regelkreis aus der ISO 9001 ist der PDCA (Plan, Do, Check, Act). In den vier Phasen werden die Methoden angewendet, die die Problemlösung unterstützt.

Plan = Planen: Die Problemlösungsmethode um vor der Umsetzung (Do) geplant werden. Es beinhaltet die Analyse des IST-Zustandes sowie die Entwicklung eines neuen Konzpets zur Verbesserung

Do = Umsetzen: Bedeutet nichts anderes, als das neue Konzept zu testen und gegebenenfalls weiter zu optimieren mit einfachen Mitteln (z.B. Muster, provisorische Vorrichtungen) 

Check = Überprüfen: Das optimierte Konzept wird sorgfältig auf Umsetzung überprüft und nach erfolgreicher Überprüfung freigegeben

Act = Absicherung:  Die Einführung  wird nach der Freigabe auf seine Wirksamkeit überprüft. Sie setzt je nach Anwendungsfall organisatorische Aktivitäten voraus (Arbeitsanweisung, Stücklisten, Stammdaten, Arbeitsplatz etc.). Die Verbesserung beginnt dann wieder bei Plan = Planen

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Fazit

Für die Lösung interner Probleme entscheiden Sie als Unternehmen, welche Tools zweckmäßig sind, um eine gezielte Problemlösung durchzuführen. „Der Weg ist das Ziel“. Ansonsten sind die kundenspezifischen Anforderungen bzgl. der Bearbeitung von Problemen / Reklamationen zu beachten. Schreibt der Kunde eine Problemlösung vor z.B. 8D Report,  müssen sie diese auch anwenden.